Achtung: Probearbeit muss vergütet werden

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07.11.2008 - 10:57

Probearbeit muss vergütet werden.

Es kommt immer häufiger vor, dass Arbeitgeber von Bewerbern einige Tage Probe-Arbeit im Unternehmen verlangen. Der künftige Mitarbeiter soll so zeigen, ob er den Anforderungen der neuen Stelle gewachsen ist. Auch ein Praktikum kann beiden Seiten gute Entscheidungshilfen bieten. Sobald jedoch tatsächlich so etwas wie Arbeit stattfindet, muss dafür auch eine Vergütung gezahlt werden.

Dies hat das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein entschieden. In dem verhandelten Fall hatte ein LKW-Fahrer einige Wochen lang "probeweise" von sechs bis 18 Uhr Waren ausgeliefert - ohne jede Bezahlung. Nach gründlicher Überlegung entschied sich der Arbeitgeber schließlich gegen eine Festeinstellung (und mutmaßlich für einen neuen Praktikanten). Der LKW-Fahrer ging vor Gericht.

So kann man als Unternehmer im Jahr mehre tausend Euro sparen um sich davon ein schönes Weihnachtsfest in den Bergen zu finanzieren. "Danke lieber Probearbeiter"

Tipp:

Diese Probearbeit dient, oder sollte es jedenfalls, beiden Parteien dazu sich unverbindlich kennenzulernen. Arbeitgeber sowie auch derer Bewerber um einen Arbeitsplatz haben ein Interesse daran, den zukünftigen Arbeitsplatz bzw. den zukünftigen Mitarbeiter vor dem endgültigen Abschluss eines Arbeitsvertrages kennenzulernen.

Bei der Probearbeit gibt es jedoch auch einiges zu beachten. Ein Arbeitgeber, der seiner potenziellen Bewerber zur Arbeit auf Probe bestellt, muss diese für ihre Arbeitszeit auch bezahlen. Lediglich wenn die Probearbeit nur einem kurzen Kennenlernen dient, muss die Arbeitszeit nicht bezahlt oder vergütet werden. In diesem Fall ist der Bewerber aber auch nicht verpflichtet zu arbeiten und er muss sich auch nicht an Anweisungen oder an Arbeitszeiten halten.

Arbeitsuchende, die nicht vom Arbeitsamt zu einem potenziellen Arbeitgeber zur Probearbeit geschickt worden sind, sondern sich selbst bei einem Arbeitgeber vorstellen und zur Probe arbeiten, stehen nicht immer unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Sie sollten alle Schritte zur Arbeitssuche mit Ihrem zuständigen Arbeitsamt absprechen und gegebenenfalls weitere Schritte zur Probearbeit mit ihrem Sachbearbeiter abstimmen.




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