SĂ€ugling in Stall gefunden - Polizei und Jugendamt ermitteln

Bild von Pit
20.12.2007 - 20:14
Krippe

In den frĂŒhen Morgenstunden wurden die Behörden von einem besorgten BĂŒrger alarmiert. Er hatte eine junge Familie entdeckt, die in einem Stall haust. Bei Ankunft fanden die Beamten des Sozialdienstes, die durch Polizeibeamte unterstĂŒtzt wurden, einen SĂ€ugling, der von seiner erst 14-jĂ€hrigen Mutter, einer gewissen Maria H. aus Nazareth, in Stoffstreifen gewickelt in eine Futterkrippe gelegt worden war.

Bei der Festnahme von Mutter und Kind versuchte ein Mann, der spĂ€ter als Joseph H., ebenfalls aus Nazareth identifiziert wurde, die Sozialarbeiter abzuhalten. Joseph, unterstĂŒtzt von anwesenden Hirten, sowie drei unidentifizierten AuslĂ€ndern, wollte die Mitnahme des Kindes unterbinden, wurde aber von der Polizei daran gehindert.

Festgenommen wurden auch die drei AuslÀnder, die sich als "weise MÀnner" eines östlichen Landes bezeichneten.

Sowohl das Innenministerium als auch der Zoll sind auf der Suche nach Hinweisen ĂŒber die Herkunft dieser drei MĂ€nner, die sich anscheinend illegal im Land aufhalten. Ein Sprecher der Polizei teilte mit, dass sie keinerlei Identifikation bei sich trugen, aber in Besitz von Gold, sowie von einigen möglicherweise verbotenen Substanzen waren. Sie widersetzten sich der Festnahme und behaupteten, Gott habe ihnen angetragen, sofort nach Hause zu gehen und jeden Kontakt mit offiziellen Stellen zu vermeiden. Die mitgefĂŒhrten Chemikalien wurden zur weiteren Untersuchung in das Kriminallabor geschickt.

Der Aufenthaltsort des SĂ€uglings wird bis auf weiteres nicht bekannt gegeben. Eine schnelle KlĂ€rung des ganzen Falls scheint sehr zweifelhaft. Auf RĂŒckfragen teilte eine Mitarbeiterin des Sozialamts mit: "Der Vater ist mittleren Alters und die Mutter ist definitiv noch nicht volljĂ€hrig. Wir prĂŒfen gerade mit den Behörden in Nazareth, in welcher Beziehung die beiden zueinander stehen."

Maria ist im Kreiskrankenhaus in Bethlehem zur medizinischen und psychiatrischen Untersuchungen. Sie kann mit einer Anklage rechnen. Weil sie behauptet, sie wÀre noch Jungfrau und der SÀugling stamme von Gott, wird ihr geistiger Zustand nÀher unter die Lupe genommen.

In einer offiziellen Mitteilung des Leiters der Psychiatrie steht: "Mir steht nicht zu, den Leuten zu sagen, was sie glauben sollen, aber wenn dieser Glaube dazu fĂŒhrt, dass - wie in diesem Fall - ein Neugeborenes gefĂ€hrdet wird, muss man diese Leute als gefĂ€hrlich einstufen. Die Tatsache, dass Drogen, die vermutlich von den anwesenden AuslĂ€ndern verteilt wurden, vor Ort waren, trĂ€gt nicht dazu bei, Vertrauen zu erwecken. Ich bin mir jedoch sicher, dass alle Beteiligten mit der nötigen Behandlung in ein paar Jahren wieder normale Mitglieder unserer Gesellschaft werden können."

Zu guter Letzt erreicht uns noch diese Info: Die anwesenden Hirten behaupteten ĂŒbereinstimmend, dass ihnen ein großer Mann in einem weißen Nachthemd mit FlĂŒgeln (!) auf dem RĂŒcken befohlen hĂ€tte, den Stall aufzusuchen und das Neugeborene zu seinem Geburtstag hoch leben zu lassen. Dazu meinte ein Sprecher der Drogenfahndung: "Das ist so ziemlich die dĂŒmmste Ausrede vollgekiffter Junkies, die ich je gehört habe."




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